zonengabi und andere junge weltler

Liebe Zonengabi usw., deinen Beiträgen auf critique aujourd‘hui ist es zu verdanken, dass sich mein Bild von der „Junge Welt“ Leserschaft sehr verfestigt hat. Lesen kannst du offensichtlich nicht, obwohl ja deine KameradInnen anderen gerne Rechtschreibschwächen attestieren. Unfassbar. Muss man nicht nur bekennender Israelkritiker sein, nein, findet man auch urautonome Querulanten cool, die aus persönlicher Missgunst doch glatt auf die Idee kommen, mal ein, zwei oder dreitausend -womöglich sogar noch den Dienstwagen von Ulla Schmidt- Mercede-SS-e anzuzünden und auf den Staat und die Emanzipation verhindernen Elemente innerhalb dieses Staates derbst abzukacken. Sehr gut. Dann kann man auch glatt selbst mitmachen und Molotowcocktails- ja, zum Beispiel- auch auf die israelische, wohl eher, wie es deine politischen Kameraden ausdrücken, USraelische Botschaft werfen.
Man sieht ja so gerne den Davidstern mit dem Hakenkreuz deckungsleich,auf dieser wunderschönen Junge Welt Seite, und vergisst dabei allzugerne, dass mit der Vorstellung, das Hakenkreuz in der Gleichsetzung mit dem Davidstern zeigen zu können, was sich ja „offensichtlich negativ“ auf den Holocaust etc. bezieht, doch die logische Schlussfolgerung entstehen muss, dass der Davidstern ebenfalls, als Allegorie für den jüdischen Glauben, einer Abwertung zum Opfer fällt, gleich der Abwertung, die in den Nürnberger Rassegesetzen manifestiert wurde.

der Gebrauch des Kennzeichens einer verfassungswidrigen Organisation in einer Darstellung, deren Inhalt in offenkundiger und eindeutiger Weise die Gegnerschaft zu der Organisation und die Bekämpfung ihrer Ideologie zum Ausdruck bringt

.
Dass dieses Zitat aus einem Urteil des Bundesgerichtshofes in diesem Zusammenhang genannt wird, ist nichts Weiter als die vollkommene Darstellung der Unglaubwürdigkeit, die das Feld um die Junge Welt besitzt.
Naja, viel Spaß beim Verdummen im Café Morgenland – wünscht euch eure Karla.

PS: Der Chat auf dieser Seite ist auch nur zu empfehlen.

Wohin mit dem ganzen Hass?

Da arbeitet man in einem bekannten Fast Food laden, Kollegen gibt es von jeder Coleur, d.h. Nationalität, Religion, Politischer Ansicht, etc. und unterhält sich einmal mit dem Azubi über politische Meinung. Anlass dazu war das Auftauchen mehrerer Glatzköpfe mit bekannten Idioten T Shirts – Aufschriften wie „Kategorie C“, „bloody aryans“, etc.
Meine italienische Lieblingskollegin kam zu mir und meinte so ganz locker flockig „Was sind denn das für Idiotennazis? Gehen zum Imperialisten und fressen sich den Bauch voll, haben T-Shirts mit 88 aufm Rücken und sind trotzdem nett zu mir? Wenn schon, dann richtig. Dann muss man auch richtig scheiße zu den Ausländern sein und nicht nur, wenns grad passt, weil man mal 2 Tage keinen wegstecken konnte!“. Sprach und verschwand. Mein Azubi Vorgesetzter meinte so: „ach ich bin ja auch rechtsextrem!“
Auf die Frage, wie man denn eine Ideologie unfassbar geil finden könnte, die 20 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, meinte er: „Ja die haben Abreitsplätze geschaffen!“. Lachend erwiderte ich, dass diese Fast Food Kette ja ebenfalls Arbeitsplätze schafft, ob er sich dann eine Armbinde mit Burger drauf anziehen will.

katastrophe nicht mehr vorporgrammiert

Angst hat für gewöhnlich 2,5 Seiten. Man hat Angst zu versagen, man hat Angst vor dem Neuen, was kommen mag, man hat Angst vor dem Unbekanntem im Dunklen. Angst kann auch eine weitere Ebene haben, die sich psychosomatisch äußert. Eben die Angst, etwas zu verlieren. Auch genannt Verlustangst. Möglich ist sie bei jedem, manchmal im geringen Ausmaß, manchmal auch manisch. Die Manie äußert sich dahingehend, dass man von der Angst besessen ist und alles erdenkliche macht, um das vermeintlich seinige zu behalten, oder zwingen zu bleiben. Dagegen wird meist das Unerwartete passieren, das Eigentum igelt sich ein, wehrt sich und verschwindet. Das zu begreifen dauert einige Zeit, jedoch der Akt des Begreifens ist etwas so unendlich positives wie kaum etwas. Da kann man sogar anfangen vor Glück zu weinen oder ein eigentlich sehr schlimmes Erlebnis wird weitaus weniger schlimm, weil man eine Angst besiegt hat. Das kann ja nicht jeder von sich behaupten.
Fick dich, Angst!

WOHIN MIT DEN WORTEN?!

Keine Gütesiegel der süßlichen Wortergüsse würden zu wünschen übrig lassen, würde dieses müßige ü fehlen.
Man merke sich eines, Reputation ist alles. Wenn man sich durch die Gegend bumst, hat man ebenfalls Reputation. Gute oder schlechte ist da eigentlich Wurst, deswegen bleibt man beim guten, alten Schweigen. Sollte man unterlassen, sowohl beim Kopulieren als auch in allen anderen Lebenslagen. Ein gutes „SCHNELLER, DU ARSCH!“ beim Autofahren ist mindestens genauso sinnvoll wie einem Menschen, der nur Kauderwelsch spricht, zu sagen, dass er seinen Religionsverherrlichenden Mund halten soll!
Wie zum Beispiel- ja, Sie erraten das bereits- unser guter, alter Freund Mr. X. Mr. X redet nie, er ist auch immer unsichtbar, doch lässt er immer erkennen, dass er da ist. Während der Nazi- Zeit hat Mr. X für 43,9 Prozent für die NSDAP gesorgt, Mr. X steht auch gerne da rum und gafft, wenn Leute mit Kakteen verprügelt werden. Da war es schon wieder. Das Ü.
Übel sag ich da nur, Schweigen ist übel, Reden ist klüger.